Lotto-Pokal: Roland gewinnt Stadt-Duell vom Punkt
02.08.2021

Wenn sie in ihren Häusern sind, trennen Chris Coskunmeric, der als Trainer des SC Cosmos Wedel in Iserbrook ein Stückchen nördlich von der Sülldorfer Landstraße lebt, und Olaf Elling, der als Coach des FC Roland Wedel unweit südlich wohnt, gerade einmal 700 Meter. Sogar nur rund zehn Meter hätten zwischen ihnen gelegen, wenn sie am Sonntag beide an der Seitenlinie gestanden hätten. Doch als die Roländer in der Ersten Runde des Lotto-Pokals „bei“ den „Cosmonauten“ vorstellig wurden, fehlte Elling, weil er kurz vor dem Spiel seine zweite Corona-Impfung erhalten hatte. An der Seitenlinie vertrat ihn Dominik Subbe, und unter der Regie des eigentlichen Torhüters gewannen die Roländer mit 6:5 nach Elfmeterschießen.

Im Kunstrasen-Käfig an der Schulauer Straße mussten die Aktiven beider Mannschaften mit widrigen Bedingungen zurechtkommen, denn es regnete über weite Strecken der Partie. Den ersten Torschuss gab Cosmos-Akteur Steffen Stooß ab, der von halbrechts aus mit einem Lupfer das lange Eck anvisierte, aber etwas zu hoch zielte (5. Minute). Auf der Gegenseite meldete Roland-Kapitän Sonay Hayran sein Team im Stadt-Duell an, als er aus 25 Metern abzog, mit seinem Versuch aber Cosmos-Keeper Leon Schuld vor keine Probleme stellte.

Das Duell verlief umkämpft und auch mit einigen Fouls hüben wie drüben, ohne dabei extrem unfair zu werden. „Es war ein unterhaltsames Spiel mit einer packenden Schlussphase“, urteilte Coskunmeric mit Verweis darauf, dass es nach 86 torlosen Minuten noch zweimal klingelte. Zunächst schien Sonay Hayran das klassenhöhere Team zu erlösen, als er einen Freistoß direkt verwandelte (87.). Doch kurz darauf tat es ihm Felix Mühlich gleich: „Sein Traum-Freistoß brachte uns in das Elfmeter-Finale“, berichtete Coskunmeric über das 1:1 in der letzten Minute der regulären Spielzeit.

Zu bestimmen, welche fünf Spieler zum ominösen Punkt gehen sollten, kam dem Cosmos-Coach nicht in den Sinn: „Ich habe gesagt, dass die fünf Spieler antreten dürfen, die Bock haben.“ Mit Lennart Wulf, Torwart Schuld, Hannes Westphal und Mühlich verwandelten vier Schützen der „Heim-Elf“. Als Einziger scheiterte Steffen Stooß an Roland-Keeper Kadir Katran. Da auf der Gegenseite mit Sonay Hayran, Constantin Weis, Tugay Hayran, Cemal Ayik und Ali Enes Piri alle fünf Schützen der „Gäste“ verwandelten, bezwang der Bezirksligist den Kreisligisten.

Vorwürfe musste sich Steffen Stooß weder von seinen Mitspielern noch von seinem Trainer anhören – im Gegenteil: „Als neuer stellvertretender Kapitän hat er gleich gezeigt, dass er Verantwortung übernimmt“, so Coskunmeric, der betonte: „Das schätze ich sehr.“


Kommentare zum Artikel:




zurück
Druckversion

.